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Mauretanien - Christliches Leben in der islamischen Republik

Zwischen dem 10. und 18. September 2022 besucht Bischof Martin Happe aus Mauretanien die Schweiz. Der Bischof wirkt seit 1995 als Vorsitzender des einzigen Bistums in der Islamischen Republik Mauretanien. Im Wallis informiert er in Gottesdiensten und Vorträgen über das beschwerliche Christ-Sein in Mauretanien.

Zu den Terminen von Bischof Happe im Wallis

Mauretanien ist eines der ärmsten Länder der Welt. 90 Prozent des Landes liegen in der Sahara. Früher lebten die Einwohner Nomaden, die von der Viehzucht lebten. Doch die Wüste breitet sich immer weiter aus. Viele haben ihre Herden verloren und wandern in die Elendsviertel der Städte ab. Seit 1960 ist Mauretanien eine islamische Republik, in der die christliche Missionierung streng verboten ist. Ein Wechsel der Religion gilt als Apostasie, worauf die Todesstrafe steht.

Christliches Leben in Mauretanien
Dennoch leben in Mauretanien Christen. Die meisten stammen aus dem Ausland, einheimische Christen gibt es kaum. Die katholische Kirche in Mauretanien umfasst rund 4‘500 Gläubige in 6 Pfarreien. Der kleinen katholischen Minderheit gehören vorwiegend Ausländer an. Es sind dies sogenannte Gastarbeiter aus Europa, Südamerika oder aus afrikanischen Nachbarstaaten. Nebst dem Bischof kümmern sich 13 Priester und 44 Ordensangehörige um die Gläubigen. Die katholische Kirche engagiert sich stark in sozialen und karitativen Projekten, wie in Kindergärten sowie in Ausbildungsstätten für Strassenkinder und für alleinerziehende Mütter. Dabei kann die Kirche in Mauretanien, die kaum über finanzielle Mittel verfügt, auf die Unterstützung des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» zählen. Auf dessen Einladung kommt nun Bischof Martin Happe in die Schweiz, um über die Herausforderungen der Christen in Mauretanien zu sprechen. 

Bischof Martin Happe
Der Bischof stammt ursprünglich aus dem Münsterland, Deutschland. Er trat nach seiner schulischen Ausbildung der Ordensgemeinschaft der Afrika Missionare „Weisse Väter“ bei. Seine Priesterweihe erhielt er am 2. Juni 1973 in Deutschland. Anschliessend war er als Missionar im Bistum Mopti in Mali tätig – zuletzt in der Funktion des Apostolischen Administrators.
Papst Johannes Paul II. ernannte Martin Happe 1995 zum Bischof von Nouakchott, Mauretanien. Der Bischof wurde 2009 mit der Bernhard-Kleinhans-Plakette für sein soziales Engagement, seine unvoreingenommene Haltung zum Islam und sein Wirken für Migranten und deren Hinterbliebenen ausgezeichnet. Trotz seines langen Wirkens in Afrika, denkt er noch nicht an den Ruhestand. Von seinen Mitarbeitern kommt er immer wieder zu hören, dass er noch gebraucht werde. „Es war nicht immer leicht. Aber, wenn ich abends eingeschlafen bin, habe ich nie bereut, diesen Weg gegangen zu sein“, fasst er zusammen und freut sich darauf, ein weiteres Stück Weg vor sich zu haben.

Ihrer Spende ermöglicht den sozialen und pastoralen Einsatz der Kirche in Mauretanien!