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Franziskaner erhalten Mess-Stipendien

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Paraguay 05/2019
 

ERFOLGSGESCHICHTE: Messstipendien für 20 Franziskanerpatres

Paraguay steht vor grossen Herausforderungen: Der Abstand zwischen Armen und Reichen wird immer grösser, und viele Menschen in ländlich geprägten Gebieten sehen keine Perspektive und wandern in die Städte ab, wo die erhofften besseren Lebensbedingungen jedoch in der Regel ein Traum bleiben. Nicht selten wird die Landbevölkerung aber auch vertrieben, um Grossgrundbesitzern Platz zu machen. Die Kirche ist die einzige glaubwürdige Institution in einem Land mit grossen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten.

Der Glaube ist bei den meisten Menschen traditionell tief verwurzelt. 90% der rund sieben Millionen Einwohner Paraguays sind katholisch, und im Gegensatz zum grossen Nachbarland Brasilien oder einigen anderen lateinamerikanischen Ländern gibt es nur einen geringen Zulauf zu Sekten. Die Kirche in Paraguay ist aber arm, und der gute Wille reicht nicht, sondern es werden auch Mittel gebraucht, um die Seelsorge- und Evangelisierungsarbeit ausführen zu können. So ist die Kirche stark auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

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Seit 67 Jahren sind Franziskaner in Paraguay tätig. Inzwischen sind es 44 Ordensmänner, davon 20 Priester. Sie sind in acht Pfarreien und vier Schulen tätig und haben fünf Zentren für Strassenkinder eingerichtet, in denen sie rund 500 Jungen und Mädchen betreuen, die kein Zuhause haben und um die sich sonst niemand kümmert.

Pater Miguel Angel Cáceres, der Provinzial der Franziskaner, schreibt uns: „Wir sind sehr froh über unsere pastorale Arbeit, die der gute Gott immer im Übermass gesegnet hat. Wir möchten diesen Weg fortsetzen, aber die Ernte ist gross, und es gibt nur wenige Arbeiter“ Besonders dankbar ist er für die Messstipendien in Höhe von 8.040 Euro, mit denen wir dank unserer Wohltäter im vergangenen Jahr die 20 Priester seines Ordens in Paraguay unterstützen konnten. Die Messintentionen kommen nicht nur den Priestern selbst zugute, sondern sie werden auch für die Ausbildung der jungen angehenden Ordensmänner verwendet. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die geholfen haben!