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Religiöse Literatur

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Brasile 02/2019
 

Katechetisches Material für die pastorale Arbeit mit sozialen Randgruppen

Trotz ihrer 88 Jahre legt Schwester Helena noch nicht die Hände in den Schoss. Verdient hätte sie es nach einem langen Leben, in dem sie Tag für Tag den Armen gedient hat. Aber auch heute noch besucht sie unermüdlich Kranke oder näht Decken und Kissenbezüge für neugeborene Babys. Auch ihre ebenfalls betagten Mitschwestern wollen sich noch nützlich machen: Sie hören Ratsuchenden zu, helfen Kindern bei den Schularbeiten oder trösten Kranke und Pflegebedürftige. Manche halten sogar noch Vorträge.

Die „Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu“ verehren, wie es der Name schon sagt, besonders das Heiligste Herz Jesu, die Quelle der Liebe und der Barmherzigkeit Christi. Diese Verehrung wird sichtbar in ihrem liebevollen und aufopferungsvollen Dienst an den Ärmsten und an den Kranken, die sie die Liebe Jesu spüren lassen. In Nordostbrasilien hat die Kongregation 16 Häuser mit insgesamt 70 Schwestern. Sie betreiben Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und sind in der Krankenpflege und der Gemeindepastoral tätig.

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Zur Zeit werden 2000 Obdachlose von 70 geweihten Mitgliedern der Gemeinschaft und 200 in Vollzeit tätigen Ehrenamtlichen betreut. Alle leben wie in einer großen Familie zusammen. Die Menschen, die bislang auf der Straße gelebt haben, gewöhnen sich in dieser familiären Atmosphäre langsam an einen geregelten Lebensrhythmus und können das Potential entdecken, das in ihnen steckt. Die Gemeinschaft arbeitet dabei mit therapeutischen Einrichtungen zusammen. Es wird auch die Möglichkeit geboten, eine Berufsausbildung zu absolvieren oder sich wieder in das Berufsleben eingliedern zu lassen. Straßenkinder werden, sofern es möglich ist, dabei unterstützt, in ihre Familien zurückzukehren. Wo dies aufgrund der Verhältnisse nicht möglich ist, werden sie in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Pflege- oder Adoptivfamilien vermittelt.

Bislang wurden 50.000 Menschen von der Gemeinschaft betreut. Rund die Hälfte von ihnen ist wieder in ein geregeltes Leben zurückgekehrt. Viele haben zum Glauben gefunden und haben sich taufen lassen. Es besonders berührend, Männer im fortgeschrittenen Alter nach jahrelanger Obdachlosigkeit oder Suchtkrankheit nun mit der Taufkerze und dem weißen Taufgewand oder als „Erstkommunionkinder“ zu sehen. Bei ihnen ist es besonders stark sichtbar, dass die Taufe ein neues Leben als Kinder Gottes schenkt.

Beliebt und erfolgreich sind die Evangelisierungskurse der Gemeinschaft. Bislang haben 1400 Personen an diesen Veranstaltungen teilgenommen. Sie werden auf die Aufgabe vorbereitet, Menschen, die der Kirche fernstehen, und besonders sozialen Randgruppen das Evangelium zu verkünden. Für ihre Arbeit brauchen sie katechetisches Material, das sie verteilen können.

ACN möchte dabei helfen, das Material für die nächsten vier Jahre zu erwerben, und hat 46.100 Euro  versprochen.