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  • Schwestern des Trappistenklosters von Murhesa auf ihrer Farm - Demokratische Republik Kongo
  • Töchter der Auferstehung - Priorat von BukavuSchwestern wurden von Pater Werenfried mitbegründet, um den Ärmsten der Armen zu dienen.
  • Töchter der Auferstehung - Priorat von BukavuDiese Schwestern waren auf dem Weg, selbständig zu werden, aber als sich die Gewalt in der Region ausbreitete, mussten sie sieben ihrer Häuser schließen, einige Schwestern wurden getötet. In den Häusern, die sie schließen mussten, hatten sie kleine Gärten, sie arbeiteten in den Gesundheitszentren und so hatten sie ein bisschen Einkommen. Sie haben eine kleine Tierfarm; Sie pflanzen viel Grundnahrungsmittel wie Bohnen und Maniok und machen einige Grundhandwerke. Obwohl sie nach besten Kräften sich selber unterhalten, reicht es nicht aus. Kirche in Not (ACN) gibt ihnen eine Existenzhilfe und unterstützt ihre Bildung.

Coronavirus in der Demokratischen Republik Kongo: «Kirche in Not (ACN)» leistet Nothilfen für Ordensfrauen und Priester

Lohnausfälle bei ohnehin schon geringem Einkommen, ausbleibende Unterstützung durch die Gläubigen, dazu die politisch unruhige Situation: Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen bringen nicht nur die kirchlichen Mitarbeiter in der Demokratischen Republik Kongo in lebensbedrohliche Not. Sie gefährden auch den karitativen und pastoralen Einsatz – für viele Menschen sind die kirchlichen Einrichtungen die einzige Anlaufstelle in der Not. Zusätzlich zur Unterstützung, die «Kirche in Not (ACN)» bereits Priestern und Seminaristen zukommen lässt, hat das weltweit tätige Hilfswerk nun Existenzhilfen für rund 70 Schwesterngemeinschaften in der im Osten des Landes gelegenen Kirchenprovinz Bukavu auf den Weg gebracht.

Vatican News berichtet: tinyurl.com/yckhzfdy

Ende Juni waren in der Demokratischen Republik Kongo rund 7000 Covid-19-Fälle sowie 130 Tote erfasst. Mit Ausbruch der Pandemie wurde das Leben der Ordensfrauen in der Region Bukavu an der Grenze zu Ruanda zu einem Albtraum. Bereits unter normalen Umständen ist die Situation extrem schwierig. Bukavu ist von ethnischen Konflikten gebeutelt. Es kommt zu bewaffneten Übergriffen; Entführungen und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Die Ordensfrauen in der Region versuchen zu überleben, indem sie Religionsunterricht erteilen und als Lehrerinnen oder Krankenschwestern arbeiten. Doch die Corona-Beschränkungen haben viele Einkunftsquellen versiegen lassen und die Schwestern in eine prekäre Lage gebracht.

Löhne bleiben aus
Hinzu kommt, dass das medizinische Personal, zu dem zahlreiche Ordensfrauen gehören, abhängig von der Anzahl der behandelten Patienten bezahlt wird. Aus Angst, sich dort mit dem Coronavirus anzustecken, gehen die Menschen im Moment nur widerwillig ins Krankenhaus. Da die Schulen geschlossen sind, erhalten auch die Lehrerinnen unter den Ordensfrauen keinen Lohn – sie werden normalerweise von den Schulgebühren bezahlt. Durch alle diese Umstände ist es für die Schwestern zu einem drastischen Rückgang oder sogar totalen Ausfall ihrer Einkünfte gekommen.
Um den Schwestern in dieser angespannten Situation beizustehen, hat «Kirche in Not (ACN)» beschlossen, 69 Schwesterngemeinschaften aus sechs verschiedenen Kongregationen zu unterstützen, die in der Kirchenprovinz Bukavu mit ihren sechs Diözesen tätig sind. Insgesamt kommt die Hilfe rund 500 Ordensfrauen zugute.
„Es ist unsere Pflicht, diesen Ordensschwestern gerade jetzt Trost zukommen zu lassen – einen Trost, den sie zugunsten der Menschen vervielfältigen werden, die noch weniger haben als sie selbst“, erklärte Christine du Coudray, eine der Afrika-Projektreferentinnen von «Kirche in Not (ACN)». „Während die Nichtregierungsorganisationen aufgrund der Konflikte die Demokratische Republik Kongo verlassen haben, sind die Kirche und insbesondere die Ordensfrauen vor Ort geblieben“, so die Referentin.

Mess-Stipendien ernähren ganze Gemeinden
Die Hilfeleistung für die Schwestern ist eine zusätzliche Unterstützung, nachdem «Kirche in Not (ACN)» zu Beginn der Krise bereits mittellose Priester in verschiedenen Diözesen des Landes durch Mess-Stipendien unterstützt hat. Ohne die sonntäglichen Kollekten, die durch die Aussetzung der Pastoral- und Gemeindearbeit wegfallen, sind zahlreiche Priester nicht in der Lage, allein für ihren Lebensunterhalt zu sorgen oder ihre seelsorgerischen Aufgaben zu erfüllen. „Jetzt, da ihre Gemeindemitglieder durch den Lockdown zu Hause bleiben müssen, ist das Leben für alle Menschen noch schwieriger geworden. Die meisten Menschen leiden unter Arbeitslosigkeit (die Rate liegt bei circa 96%) und müssen sich von Tag zu Tag durchschlagen“, schreibt Bischof Bernard Emmanuel Kasanda Mulenga aus der Diözese Mbujimayi an «Kirche in Not (ACN)». In seinem Bistum hat das Hilfswerk Mess-Stipendien an rund 300 Priester weitergeleitet.
Ebenso kamen Mess-Stipendien den 25 Priestern der Ordensgemeinschaft der Arbeitermissionare zugute. Das sei eine „grosse Erleichterung“, schreibt einer der Begünstigten, Pater Alain Mwila Wa Ilunga. Er habe beschlossen, diese Gaben „mit den ärmsten Menschen und den mittellosen Kranken zu teilen, damit sie täglich Brot zu essen haben“. Der Novizenmeister des Ordens, Pater Clément Mwehu Muteba, freute sich ebenfalls über diese finanzielle Unterstützung. Sie ermöglicht es ihm, Benzin zu kaufen, damit er in das Dorf fahren kann, das er seelsorgerisch betreut. Dank der Mess-Stipendien könne er auch „einige Bögen Papier kaufen, die für die Ausbildung der Jugendlichen benötigt werden“, um die er sich kümmert.
Auch 40 Priestern der Diözese Kilwa-Kasenga kamen Mess-Stipendien zugute. Dadurch „können wir leben, und es ermöglicht uns, das Leben tausender Gläubiger zu sichern“, erläutert André Mpundu. Er ist Vikar in Kasenga und erzählt, wie eine 80-jährige ehemalige Mesnerin sich bei ihm für seinen Besuch bedankte. Sie vertraute ihm an: „Zu mir kommt regelmässig ein Krankenpfleger, doch wenn Sie mit Christus kommen, damit ich die Kommunion empfangen kann, ist meine Freude riesengross.“ Er bekomme zahlreicher solcher Aussagen zu hören, erzählt Mpundu: „Das ist sehr ermutigend für meinen Dienst als Priester.“

Projekte im Zusammenhang mit dem Artikel:

DEM.REP. CONGO / NATIONAL 20_01071 - Existenzhilfe zugunsten von sechs Diözesanorden der Kirchenprovinz Bukavu

DEM.REP. CONGO / NATIONAL 19/01058 - 1000 einfache Mess-Stipendien (Missae ordinariae) und 20 Novenen zugunsten der Priester der Arbeitermissionare

DEM.REP. CONGO / KILWA-KASENGA 19/00050 – Mess-Stipendien für die 40 Priester der Diözese Kilwa-Kasenga

DEM.REP. CONGO / MBUJIMAYI 19/00332 3600 einfache Mess-Stipendien für die 289 Priester und Ordensleute, die ihr Amt in der Diözese Mbuji-Mayi verrichten.